#Wubttika 2016

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Sonntag trafen sich in Wuppertal bereits zum zweiten Mal Blogger und Twitterer zur #Wubttika, der Gedankenfabrik von Blog zu Blog, in diesem Jahr in Kooperation mit der #denkst. Ich hatte mich wochenlang sehr auf diesen Termin gefreut, denn ich wusste, es würden viele nette Leute kommen, von denen ich ja schon einige persönlich kenne, weil ich sie schon getroffen hatte und weil ich neugierig war, ein paar neue, bislang unbekannte Gesichter hinter den Accounts zu entdecken.

Ich habe an dem Treffen erst zum meet-up am Nachmittag teilgenommen, weil ich einen Platz in den Vormittags-Workshops lieber denjenigen überlassen wollte, die ihr bloggen und fotografieren professionalisieren oder verbessern wollen.
Meine Seite ist ja nicht mehr als Tagebuchbloggen und läuft ohne Kooperationen und Werbung, also ist es auch relativ egal, wie die Fotos aussehen, meine ich.😉
Dem Vernehmen nach sind die beiden Workshops sehr gut gewesen und die Teilnehmer zufrieden. Ich zumindest hab nur positives Feedback gehört.

Der Nachmittag startete dann also mit einem großen Hallo unter denen die sich kannten und einem mehr oder weniger zaghaften :“Ach Du bist das“, wenn man sich noch nicht persönlich kannte.
Mein Eindruck von der Atmosphäre war durchgehend positiv und die drei Veranstalterinnen @chamailion @Frau 0.2 und Mama Schulze, die das jeweils unter persönlich erschwerten Bedingungen durchgezogen haben, machten einen tollen Job und Eindruck.

Der gute Vortrag von und die Diskussion mit Steffen @tzpazifist ging leider aufgrund des Settings in Teilen etwas unter, wobei ich persönlich einen guten Platz hatte und die Gelegenheit, eine Frage loszuwerden. Gleichwohl ist das Thema zu komplex für so einen kurzen Zeitraum. Danke an Steffen für Deine Offenheit und das Teilen Deiner Gedanken und Erlebnisse mit uns.

Im weiteren Verlauf des Nachmittags habe ich „nur“ gequatscht und mich nacheinander verliebt in: Flavius und Brutus; das Monchichi-Baby, das mir in den Arm gedruckt wurde; den Humor von Jenni; den Anblick von dem Mann mit dem süßen Baby im Tragetuch; das Mädchen, das auch so gerne barfuß läuft wie der Keks; mal wieder in Mo; die Murmels; diverse Babybäuche.. ach, ich könnte ewig so aufzählen. Ich habe mich gefreut, die Maxigoere live zu sehen ebenso wie ich mich auf Michaela gefreut habe und auf Katha, Vany und Yahneena. Petra habe ich leider nur „tschüss“ gesagt und viele andere leider gar nicht gesprochen. Aber es sind einfach „zu viele“ Menschen für so wenig Zeit.❤

Sehr schön war auch der Tagesabschluss, nachdem Wubttika offiziell zu Ende war und ich mit Mo, Zora, Julia, Sepp, Steffen und Anne im schönen Luisenviertel essen war. Ich hatte sehr darauf spekuliert, dass es einen gemütlichen Abschluss geben würde und wurde Gott sei Dank mit diesem schönen Abend, der #metime, belohnt. Gegen 22 Uhr kam ich zu Hause an und bin recht schnell danach sehr kaputt aber selig ins Bett gefallen.

Danke an die Organisation, an die Sponsoren (auf die Lässig-Tasche wurde ich schon angesprochen!), die das alles erst möglich machen, und an Miriam, Susanne und Jusu für die Organisation. Ich hoffe sehr auf ein Wubttika 2017.

Noch 2 Tage, dann ist wieder #Wubttika

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Am Sonntag findet bereits zum zweiten Mal das Blogger- und Twittertreffen #Wubttika in Wuppertal statt. Und endlich habe ich gelernt, wie es richtig geschrieben wird. *hieraugenrollgeräuscheinfügen*.

Ich freue mich schon sehr auf das Meet-up am Nachmittag, denn im Gegensatz zum Vorjahr kenne ich nun einige der Blogger und Twitterer persönlich und freue mich auf ein Wiedersehen. Es gab ja bereits das ein oder andere Treffen in der Zwischenzeit und ich bin nun voller Vorfreude auf Sonntag.

Für einen der Workshops am Vormittag – Wubttika meets denkst – habe ich mich nicht angemeldet, denn ich wollte den Platz lieber für jemanden lassen, der für seinen Blog davon tatsächlich profitiert. Hier läuft das Ding ja nur als Hobby, ohne Werbung, Kooperationen und dergleichen, so dass ich ganz entspannt erst Mittags anreise. Den Vormittag werde ich mit dem Keks verbringen, dann treffe ich mich mit der @maxigoere auf einen Kaffee und um 14 Uhr geht’s los. Schön für mich und meine #metime ist, dass ich ganz entspannt so lange bleiben kann, wie ich möchte, denn der Mann bringt auch ohne mich den Keks entspannt ins Bett. Hach, ich freue mich. Auf Euch alle.

Ohne Kaffee geht hier gar nichts! – Oder doch?

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Gastbeitrag von der Mupfmama

Vor ein paar Tagen hat Lisa von „geborgen & geliebt“ verkündet, dass sie eine mehrwöchige Koffeinpause einlegen möchte. Auf Twitter kamen wir dazu ins Gespräch, und nachdem noch einige andere Interesse am Thema hatten, versprach ich, meine Erfahrung mit Koffeinverzicht aufzuschreiben. So here we go…

Arbeiten bis zum Umfallen – im wahrsten Sinne des Wortes
Um meiner Koffein-Entzugsgeschichte auf die Spur zu kommen, müssen wir ein bisschen ausholen. Ich habe im Jahr 2012 mein Leben ziemlich auf den Kopf gestellt: Ich habe eine langjährige Beziehung beendet und eine neue begonnen (hallo Mupfpapa!), ich habe einen neuen Job angefangen und bin dafür alleine (mit Dackel) in eine andere Stadt gezogen. Ich wollte Karriere machen und habe mich voll reingehängt, alles und immer noch ein bisschen mehr gegeben. Anfang des Jahres 2013 hatte ich einen zwar großartigen, aber auch sehr, sehr anstrengenden Auslandsaufenthalt hinter mich gebracht, 3 Monate Brasilien, hatte dafür „noch schnell“ Portugiesisch gelernt. Wieder zurück führte ich weiterhin eine Fernbeziehung und pendelte zwischen Frankfurt und Bonn, fuhr die knapp 180km oft mehrmals in der Woche, abends hin, morgens zurück. Ich arbeitete über Monate 60 Stunden in der Woche, die Wochenenden noch gar nicht mitgerechnet. Urlaub nahm ich keinen, mal zwei Tage, mehr ging nicht, Leistung Leistung Leistung. Höher. Schneller. Weiter.

Ende 2013 kam der Zusammenbruch: Burnout. Erschöpfungsdepression. Angststörung. Juhu. Nicht. Das Ganze mündete in einem achtmonatigen Ausfall – die Lage war ernst. Sehr ernst. Darum soll es hier zwar gar nicht gehen (das schreibe ich vielleicht zu gegebener Zeit mal auf), aber es bildet nun mal den Rahmen für die Koffeingeschichte…

Wer nicht mehr runterfährt, wird bekloppt
Man lernt ja irre viel, wenn man plötzlich in einer neuen Situation steckt und keine Wahl hat. Was ich lernte: Unser Gehirn lebt noch in der Steinzeit. Es weiß noch nichts von Büros und sitzenden Tätigkeiten. Bei Stress schaltet es um in den Modus „Laufen oder Raufen“, alle Ressourcen werden für körperliche Leistung bereitgestellt, damit wir eben wegrennen oder uns im Kampf verteidigen können. Indem wir das tun, bauen wir die Stresshormone auch gleich wieder ab und das Erregungsniveau sinkt wieder auf null. Das ist normal, gesund und das erleben wir alle in verschiedener Ausprägung andauernd. Wichtig für unsere psychische Gesundheit ist, dass die Kurve immer wieder absinkt.

Wenn wir jetzt aber im Büro sitzen und uns gar nicht bewegen (können) und wenn der Stress nicht von Säbelzahntigern, sondern von pöbelnden Kunden und Kollegen und beknackten Chefs ausgelöst wird, dann haben wir auf Dauer ein Problem: Das Erregungsniveau sinkt nicht mehr vollständig ab, der nächste Stressmoment kommt ganz bestimmt und mit der Zeit schaukelt sich das Ganze hoch. Wir kommen nicht mehr zur Ruhe, überdrehen, sind dauernd unter Strom – und irgendwann einfach nur noch erschöpft.

So, und hier kommt der Kaffee ins Spiel. (Wird auch Zeit, ne?) So toll (und lecker!) das Zeug ist, so wenig hilfreich ist es, wenn man sowieso schon in dem skizzierten Stress- und Erregungs-Teufelskreis festhängt. Ich war ein Kaffee-Junkie erster Güte und habe mich über Monate damit immer weiter gepusht. Bevor ich morgens das Haus verließ, hatte ich in der Regel schon drei Tassen intus. Im Büro ging es dann weiter… Nachdem ich irgendwann mal festgestellt hatte, dass ich monatlich rund 100 (hundert!!!) Euro am Kaffeeautomaten in der Kantine verballerte, hatte ich die Konsequenzen gezogen – nein, ich trank nicht etwa weniger Kaffee, neheeein, ich hatte mir eine zweite Kaffeepadmaschine fürs Büro gekauft, die auf meinem Schreibtisch stand und mich quasi rund um die Uhr mit Treibstoff versorgte. So kam ich an normalen Tagen auf 15 Tassen starken Kaffee. Oder mehr. Klingt gesund, ne? Ja, ist es auch.

Cold Turkey
Auch nach meinem Zusammenbruch und in der ersten Zeit meiner Krankschreibung schüttete ich weiter literweise Kaffee in mich rein. Gewohnheit. Meine neue Achtsamkeitspraxis ließ mich dann nach und nach alle möglichen Aspekte meines Lebens betrachten und hinterfragen, irgendwann kam der Kaffeekonsum an die Reihe und praktischerweise begann gerade die Fastenzeit 2014. Ich bin zwar keine Christin, fand aber die Fastenidee reizvoll und hängte mich einfach dran. Von einem Tag auf den anderen reduzierte ich also von 15 (und mehr) Tassen Kaffee am Tag auf null. Zero. Klingt erstmal simpel, ist unfassbar schwer. Sehr viel schwerer als ich jemals gedacht hätte.

Ich hatte wirklich zu kämpfen: Mühühüdigkeit, Erschöpfung in bis dato ungekanntem Ausmaß (schlimmer, als jetzt mit kleinem Baby!), über Tage hatte ich ernsthaft Mühe, die Augen offen zu halten und ordentlich zu sprechen. Mein Hirn war voller Klebstoff. Oder Zuckerwatte. Lorelai Gilmore sagt in einer Folge, „without coffee, I stop the words into sentence putting.“ Genau so ging es mir. Das dauerte etwa zwei Wochen. Dazu kamen wahnsinnige Kopfschmerzen, die nicht auf Schmerzmittel ansprachen, und die mir die ersten vier, fünf, sechs Tage „versüßten“. Ich fühlte mich gedämpft, meine Sinneswahrnehmungen waren irgendwie reduziert, ich war langsam und mir tat der Schädel weh. Ich lebte mit zu enger Mütze unter einer Käseglocke. Toll. Meine Laune sank.

Aber dann…!
Nach etwa zwei Wochen ließen die „Entzugserscheinungen“ nach und ich fühlte mich… fantastisch! Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gewitterlaune – alles passé. Nebenbei hatten sich meine Magenschmerzen verflüchtigt (schau an!) und ich erlebte nachts eine Tiefschlafqualität, die ich seit Jahren nicht gekannt hatte. Im Verlaufe der siebenwöchigen Fastenzeit wurden diese Effekte immer deutlicher, mir war zum Bäume ausreißen zu Mute, zum ersten Mal seit Jahren fühlte ich mich ausgeschlafen und erholt.

Und heute?
Das Ganze ist jetzt circa zweieinhalb Jahre her und ja, ich trinke wieder Kaffee. Ich schreibe diesen Text kaffeetrinkend. Aber ich trinke sehr, sehr wenig – immer mal einen Cappuccino mit Haselnussmilch, ein Genuss. Ich beschränkte mich lange* auf maximal drei Tassen pro Woche! Pro WOCHE! Und ich vermied es konsequent, Kaffee als Wachmacher einzusetzen, trank ihn nur und ausschließlich zum Genuss. Wenn ich müde war, war ich halt müde, dann ab an die frische Luft oder fünf Kniebeugen machen. Das hilft nämlich auch.

Und das ist vermutlich das Geheimnis: Betrachtet Kaffee als Genussmittel, nicht als Grundnahrungsmittel. Trinkt ihn nicht im Stehen, Gehen, im Auto oder sonst wo nebenbei, ohne ihn eigentlich zu bemerken, trinkt ihn nicht, weil es sieben Uhr ist, ohne ihn richtig zu schmecken. Trinkt keinen billigen Tankstellenkaffee, der schon seit Stunden warm gehalten wird und genauso auch schmeckt. Trinkt guten, frisch gebrühten, heißen Kaffee, und trinkt ihn bewusst, genussvoll, in Ruhe, im Sitzen. Dann tut er euch gut. Zumindest bei mir ist das so.

*Jetzt, in der ersten Babyzeit, ist es ein bisschen eingerissen, das muss ich leider zugeben – momentan trinke ich täglich Kaffee. Aber eben nicht 15 große Tassen, sondern zwei kleine. Ich denke, das ist OK. Aber ich spüre, dass ich das im Auge behalten muss. Sonst verselbständigt sich die Koffeingier wieder.

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Herzlichen Dank an die Mupfmama für diesen Gastbeitrag. Ich habe viel gelernt, mich an meine letzten Fastenzeiten und die Schwangerschaft zurückerinnert und mir gerade keinen Kaffee gemacht, sondern ein weiteres Wasser eingeschenkt.

Konsequenzen in der Erziehung

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In meiner virtuellen und auch der echten Umgebung habe ich viele Eltern, die sich mit Attachment Parenting, mit gewaltfreier Kommunikation und Erziehung und mit dem Konzept des „Unerzogenen“ auseinander setzten bzw. diese Konzepte leben. Ich habe dazu deshalb in den letzten Monaten viel gelesen und viele Unterhaltungen verfolgt.

Ich finde das alles höchstspannend. Vor allem finde ich einen gewaltfreien Umgang, sei er nun physisch und psychisch, unabdingbar. Meine Kindheit war nicht immer so rosig und ich habe mir fest vorgenommen, meinem Kind auf Augenhöhe zu begegnen. Und damit meine ich nicht nur, dass ich mich so oft wie möglich bücke, wenn sie mit mir spricht.

Aber.

Ich habe meine Grenzen. Und die sind mir wichtig und das Einhalten und Wahren dieser, meiner Grenzen trägt unmittelbar zum Familienfrieden bei. Sie absichtlich, permanent oder ungehört zu überschreiten ist nicht gut.

Also kann es bei uns durchaus vorkommen, dass ich die „wenn/dann“-Strategie fahre, bis 3 zähle oder meiner Ankündigung taten folgen lasse. Beispiele? Ok.

1.
Der Keks diskutiert an 5 von 7 Abenden über die Notwendigkeit des Zähneputzens. Mittlerweile ist es so, dass ich folgendes sage, wenn sie mich wieder mal nicht Nachputzen lassen möchte: „Ok, Du musst mich nicht nachputzen lassen, kein Thema. Dann gibt es halt morgen kein Eis/Apfelschorle/Gummibärchen/Nachtisch in der Kita etc.“ Und dann gehe ich aus dem Bad raus. Manchmal kommt sie mit, manchmal ruft sie mich direkt zurück ins Bad. Wenn sie mit mir zurück ins Kinderzimmer geht, dauert es manchmal 10 Minuten und zwei Wiederholungen der „angedrohten“ Konsequenz (und sie WEISS, dass ich es ernst meine) und sie geht dann doch freiwillig mit mir zurück ins Bad. Ist das Gewalt? Ist das Erpressung? Es ist mir egal, was es ist. Hier heiligt der Zweck die Mittel und ich empfinde es als eine sehr logische Konsequenz, dass es nichts mit Zucker gibt für jemanden, der sich nicht die Zähne putzt.

2.
Es gibt die absolut undiskutierbare Regel, dass sie uns die Hand gibt, wenn wir über die Straße, einen großen Parkplatz etc. gehen. Ich kündige das vorher an, wiederhole die Regel und sage: „Gib mir bitte gleich die Hand, wenn wir da rüber gehen. Sonst trage ich Dich.“ Manchmal wird sie dann sauer, weil sie selber gehen will, aber nicht an der Hand. Dann versuche ich es nochmal „im Guten“. Und wenn sie dann immer noch nicht das Händchen rausrückt, trage ich sie rüber. Meine Zeit und Geduld sind endlich.

3.
„Setz Dich bitte in den Autositz.“ „Mama, erst Knöpfe drücken.“ Ich sage meist ja, denn diese Zeit ist eingerechnet. Aber irgendwann möchte ich trotzdem mal los und dann sage ich, setz Dich bitte. Es folgt weiteres Diskutieren und Turnen durchs Auto. Irgendwann sage ich: „Ab in den Sitz. Ich zähle bis drei…“ Bei zwei sitzt sie meist drin. Oder ich setze sie bei drei rein und schnalle sie dann unter wütendem Protest an.

All diese Situationen nerven mich. Immer wieder. Aber sie entschärfen sich, wenn ich konsequent bin und alle beruhigen sich schnell. Im Auto wird ebenso schnell wieder gelacht, wie auf der anderen Straßenseite. Ich baue keine Drohkulisse auf, sondern ich sage, was anliegt, ich sage, wie es gemacht wird und ich sage, wann das passiert. Ich bin der Bestimmer und das ist mein Job.

Und es fühlt sich für mich richtig an. Ich habe es mit stundenlangem, zugewandtem Reden versucht, mit kindgerechten und emotionalen Erklärungen. Es endete immer in Heulerei und irgendwann Brüllerei meinerseits. Seitdem der Keks ganz sicher weiß, dass ich B mache, nachdem ich A gesagt habe, läuft es. Es ist entspannter für alle. Und ich habe – so paradox das klingt – das Gefühl, es gibt ihr Sicherheit. Ich bin kalkulierbar für sie. Ich gebe vielleicht nicht nach, aber ich trage auch nicht nach. Situation ist erledigt und fertig. Und seitdem wir das so handhaben, habe ich ebenfalls das Gefühl, dass der Keks ganz wenig provoziert und „trotzt“. Sie weiß eben ganz sicher, wo meine Grenze ist. Bis dahin darf sie sehr viel.

Es passt für uns.

Wochenendkram

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Irgendwie komme ich seit dem Urlaub nicht mehr so recht in den Flow zum Bloggen. Aber das kenne ich schon, es ist eine Momentaufnahmen und man hat das Recht, auch mal keinen Bock auf ein Hobby zu haben. Derzeit ist halt viel Leben, viel Termine, viel zu Organisieren, da bleibt halt was auf der Strecke. Aber so langsam kommt die Lust aufs Schreiben wieder, also ist hier alles im grünen Bereich.

Unser Wochenende hatte von allem was dabei. Am Freitag stand ich mit Kopfschmerzen auf und habe mich dann, nachdem die Familie außer Haus war, wieder hingelegt. Nichts ging mehr. Ich hab mir die Maximaldosis Tabletten reingepfiffen und bin dann Nachmittags von den Toten auferstanden, habe den Keks abgeholt und bin mit ihr in den Zoo. Wir haben eine Dauerkarte für den Zoo und haben uns erst das zuckersüße Nashornbaby angeguckt und sind dann auf den Spielplatz. Da gehe ich aus viele Gründen sehr gerne hin: Er ist sauber, der Keks kann da nicht wegkommen, es gibt eine saubere Toilette, vernünftigen Kaffee, Pommes und Eis.  ;) Also eine Reihe von Gründen, die für diesen Platz sprechen. Außerdem trifft man da IMMER irgendwen, den man kennt.

Abends war dann nicht mehr viel mit mir los und Samstag wollten wir eigentlich mit einem befreundeten Pärchen im Garten eine Regalsession veranstalten. Jeder wollte ein Regal anschleifen und weiß lackieren. Aber unseres ließ sich nicht mehr vernünftig auseinanderbauen und auch beim Anschleifen gab es Probleme. Ich war grad auf dem Weg zum Gartencenter mit dem Keks, weil ich den Balkon neu bepflanzen wollte, da klingelte das Telefon: „Fahr mal zu Ikea durch und kauf ein neues Regal.“ Ähm. Samstagsmittags. Monatsanfang. Neuer Katalog. Ikea. Alleine mit Keks und nur mit zwei Augen ab Werk ausgestattet hatte ich doch etwas Respekt vor diesem Ausflug, weil ich ja „erstmal gucken“ musste. Aber, der Keks war SUPER drauf und hat alles gut mitgemacht. Wir haben dann kein Regal, sondern einen Hochschrank mit Tür gekauft. War eh viel schöner. Mädchenmehrheitsbeschluss.
Damit dann zurück nach Hause, zum Aufbau. Sieht hübsch aus.😉

Leider war der Keks total wund und etwas unleidlich und übel gelaunt, wenn es ans Wickeln und säubern ging, verständlicherweise. Habe lieber auch auf Duschen mit ihr verzichtet, die Stimmung war eh nicht besonders.

Abends hatten der Gatte und ich endlich mal wieder Ausgang und so fuhren wir mit Käsekuchen  <3  bewaffnet zu einer Geburtstagsfeier. Das war so so schön.

Sonntag ging der Gatte morgens angeln und kam dann mit Brötchen zurück. Der Keks hatte Hummeln im Hintern, wir konnten unsere kleine Landpartie zur Milchtankstelle mit ihr aber Gott sei Dank so lange hinauszögern, bis es aufgehört hatte, wie aus Eimern zu gießen. Wir machten also einen kleinen Ausflug und waren rechtzeitig vor dem nächsten Regenguss wieder zu Hause. Ich hab dann gebügelt und der Rest hat geknetet. Wie so ne Spießerfamilie. Oh.

Abends nochmal beim Duschen ausgesetzt, Abendbrot, Sandmännchen, Kind ins Bett, Tatort.  ;) Das wars.

Es war so durchschnittlich das Wochenende und genau das war das, was mir daran so gut gefallen hat. Viel Zeit füreinander, unabhängig von der Laune, und weitestgehend normale Aktivitäten. Mehr braucht man oft nicht, um sich zu Hause zu fühlen.