Schokoladensoufflés

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Für unseren Besuch am vergangenen Samstag habe ich neben Vanilleepudding und Karamellsauce (die hat der Mann gekocht, ich möchte mich hier nicht mit fremden Federn schmücken) auch endlich, endlich mal wieder Schokoladensoufflés gemacht.  Die Soufflés sind wirklich auch sehr schnell gemacht, aber nichts für einen spontanen Schokoladennachtisch-Jieper, die müssen nämlich erstmal eingefroren werden. Seufz. Aber man kann ja mal Freitags planen, Samstags Bock auf Schokoladensoufflés zu haben. Dann gehts.

Man nehme:
2 Eier
2 Eigelb
80 g Zucker
80 g Mehl
1 Messerspitze Backpulver
90 g gute 70% Edelzartbitter-Schokolade (nehme gerne die Moser Roth von Aldi)
100 g Butter

Butter und Mehl zum Einfetten der Förmchen

1.
Eier, Eigelb und Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen, bis sich der Zucker gelöst hat. Die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen, danach die Butter unter Rühren darin auflösen. Schön glattrühren.

2.
Die Schokoladenmasse zum Eiergemisch geben und unterziehen, das Mehl sieben und vorsichtig unterziehen.

3.
Die Förmchen mit Butter einfetten und bemehlen.

4.
Die Förmchen zu 2/3 mit dem Teig befüllen und 8 bis 12 Stunden in den Tiefkühler stellen. Den Backofen auf 200 Grad Celsius* vorheizen, die Förmchen einschieben und ca. 13 Minuten bei Ober- und Unterhitze backen. (Sie müssen obendrauf fest geworden sein, der Kern ist dann aber immer noch flüssig, so wie es sein soll; evtl. Stäbchenprobe machen). Nach dem Backen sofort vorsichtig aus der Form stürzen, servieren und „omnomnomnom“ machen.

Vanillepudding

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Schnell selbst gemacht und sehr lecker, ein wunderbares Soulfood. Vanillepudding geht immer. Und damit ihr ihn ab sofort auch schnell „mal eben“ selbst machen könnt, hier das Rezept.

Man nehme:
1/2 Liter Milch
3 Eigelb
25 g Speisestärke
1/2 Vanilleschote
2 EL Zucker

(Wer es gerne sehr süß mag, nimmt mehr Zucker. Ich mag es nicht so gerne so süß, außerdem mag ich bei Vanillepudding auch Vanille schmecken und nicht nur Zucker.)

1.
Von der Milch ein wenig abnehmen und mit den Eigelb und der Stärke verrühren.

2.
Die Vanilleschote auskratzen, die Milch auf den Herd stellen, das Mark und die Vanilleschote dazugeben und mit dem Zucker aufkochen.

3.
Vom Herd nehmen, die Vanilleschote entfernen, die Eigelb-/Stärkemischung unterrühren und nochmal kurz aufkochen lassen. Fertig.

Wochenendkram

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Wie immer startete das Wochenende am Freitag damit, dass ich den Keks aus der Kita abholte. Sie hatte sich mit einer ihrer Patentanten verabredet. Ok, wenn man es ganz genau nimmt, mit ihrem Deutschen Riesen und dem Sohn. Sorry. Ich hab mich dann halt zum Kaffee mit der Tante verabredet. Nach dem Häschen streicheln war es irgendwann Zeit, den Heimweg anzutreten. Ich hatte dem Keks auf dem Hinweg versprochen, dass wir auf dem Weg nach Hause Pommes holen, und dann zu Hause zu essen. Ich fand dann allerdings nicht unmittelbar einen Parkplatz und wir mussten etwas laufen zu den heißersehnten Kartoffelstäbchen. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem griechischen Restaurant vorbei, während ich mit dem Gatten telefonierte, fragte der Keks, ob wir nicht DA essen können… Ich stotterte etwas rum und sagte: „Ach, die haben bestimmt nichtmal einen Kinderstuhl.“ Und der Keks so: Challenge accepted – geht rein und sagt zum Kellner: „Hast Du einen Kinderstuhl?“ Er hatte und ich kam irgendwie nicht mehr aus der Nummer raus. Ich war total verdaddert und legte erstmal auf, während der Keks Jacke, Schal und Schuhe (!) auszog, sich in den zwischenzeitlich bereitgestellten Kinderstuhl schwang und der Kellnerin sagte: „Ich möchte eine Apfelschorle mit blauem Strohhalm und Pommes mit Ketchup UND MAYO!“ Blick zu mir: „Bitte“. Ich hab dann auch schnell gewählt und saß mit meiner sehr aufgeräumten, gut gelaunten und gesprächigen Tochter beim Essen. WIR SIND ZUSAMMEN ESSEN GEGANGEN. In einem richtigen Restaurant, Freitagsabends. Ich konnte es die ganze Zeit eigentlich nicht so richtig fassen. Wir waren allerdings auch wirklich schön im Flow miteinander und die Bedienungen als auch die Chefin des Restaurants waren sehr nett zu mir und dem Keks. Die fanden das alles auch irgendwie sehr süß und witzig.
Ich hab dann noch gefragt, ob ich noch Zeit für einen Espresso habe oder ob der Keks sofort nach Hause möchte: „Darfst Du Mama.“ Hach. Ehrlich, ich hab den ganzen Rest des Abends im Kreis gegrinst, so schön war das.

Am Samstag gab es nur ein kleines Frühstück, dass für den Keks aus Vanillepudding mit frischen Himbeeren bestand. Man muss auch mal Pudding frühstücken.
Danach sind der Keks und der Gatte einkaufen gefahren, während ich Hausputz machte (ua. habe ich den Backofen gereinigt – und ich hasse das) und haben beim Großmarkt-Streetfood-Vietnamesen zu Mittag gegessen, ich habe bewusst ausgesetzt, weil wir – nachdem wir Nachmittags am Stall waren – Abends Besuch hatten. Super Besuch, die Mädels haben nämlich Essen mitgebracht (!), Kartoffelsalat nach einem Tim Mälzer-Rezept und Frikadellen. SO LECKER! Ich war für den Nachtisch zuständig und so gab es Vanillepudding, Schokoladensoufflés und Karamellsauce. Im Anschluss haben wir mit dem Keks alle gespielt, bis Sandmännchenzeit war. Der Keks hat sich (hauptsächlich) von den Mädels ins Bett bringen lassen, vorher bettfertig machen lassen, einschließlich Zähne putzen, ich war nur noch für das finale Händchen halten zuständig. Das war mal sehr entspannend für mich.

Am Sonntag sorgte das trübe Wetter dafür, dass wir uns erstmal alle ins Bett kuschelten mit ein bisschen Netflix und Uno. Dann irgendwann erbarmte sich der Gatte und holte Brötchen, wir frühstückten (die Eierkerze hatte der Keks sich Samstag beim Einkaufen ausgesucht), danach gabs noch ein bisschen Couch, spielen und baden für den Keks. Nachdem die Haare trocken waren, sind der Gatte und der Keks in einer Regenpause in den Zoo gefahren, ich hatte dann Netflix und Bügeln auf dem Programm. Ich gucke gerade, wann immer es geht und das ist nicht oft, The Good Wife. Weiß gar nicht, warum ich „damals“ damit aufgehört habe. Zum Abendessen gab es Nudeln mit Bolo (ein Hoch aufs Vorkochen) und dann haben wir noch ein bisschen aufgeräumt als der Keks schlief und ich bin auch frühzeitig ins Bett.
Bevor der Keks ins Bett ging, muste sie übrigens dringend noch den Kater untersuchen. Gott sei Dank ist das ein tiefenentspanntes Tier.

Depressionen | Gastartikel von Nina

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Ich habe mich sehr gefreut, als Nina zusagte, auch einen Gastartikel zu schreiben. Nina habe ich auf Twitter kennen- und sehr schätzen gelernt und der Kontakt zu ihr hat meinen Horizont bisher bereits auf vielfache Weise erweitert.  Ich danke Dir dafür. Ebenfalls danke ich Dir, dass Du diesen Artikel geschrieben hast. Zum Blog von Nina geht es hier entlang.

Es ist keine Traurigkeit

Über Depressionen lese ich sehr viel. Vieles das ich lese stammt von Autor*Innen, die offenbar nie die Tiefen eine Depression erlebt haben, aber unbedingt ihre Meinung dazu kund tun wollen. Da steht dann viel, von Hilfe annehmen und von einem Gefühl von Traurigkeit und jede Menge anderer Mist. In der akuten Phase einer Depression, bin ich nicht traurig, ich bin leer. Ausgebrannt und ohne Antrieb. Es gelingt mir nicht mich für etwas zu motivieren, zu begeistern, nicht einmal im Traum kann ich mich davon ablenken.

Anders als andere Betroffene, bin ich in depressiven Phasen nicht unkreativ. Oft brauche ich ein Blatt Papier und einen Bleistift, da ich mich auf andere Weise nicht mehr wirklich ausdrücken kann und will. Ich zeichne, schreibe oder kritzle einfach drauf los, verarbeite die Leere. Das mache ich nur aus einem einzigen Grund: Über die Jahre habe ich gelernt, dass ich so etwas ausdrücken kann und damit das schlimmste verhindern kann: dass meine Gedanken sich nur noch um Selbstmord drehen.

Depressionen begleiten mich schon mein ganzes Leben. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich irgendwann über längere Zeit ganz unbeschwert war. Meine Seele trägt einen grauen Mantel.

„Aber du bist doch so ein offener Mensch,“ höre ich die Unwissenden sagen. Die mein Lächeln als Fröhlichkeit und Ende meiner Depression verstehen. Sie sehen nicht, dass nichts von Humor und Heiterkeit in mir ankommt. Wie ein Echo verhallt alles Schöne in mir und endet in einer trostlosen Dunkelheit.

„Schwing dich doch auf! Mach was! Vom Rumliegen wird es nicht besser!“ – wie ich diese Menschen hasse, die glauben, dass irgendeine Aktivität es schaffen könnte, dass es besser geht. Ich hab unzählige Stunden in vielen Kliniken damit verbracht Bilder zu malen, Körbe zu flechten und ja, die Ergotherapie hat schon ihren Sinn – in Kombination mit Medikamenten, Gesprächen und einer Summer kleiner Faktoren, die ich zu Hause niemals hinbekommen kann.

„Das wird schon wieder!“ – ach, warum könnt ihr euch nicht einfach mal um euren Kram kümmern, statt mich mit seichten Kalendersprüchen zu nerven? Solche Sätze helfen nicht, es sei denn, ihr habt das Ziel, dass die Person, mit der ihr redet, gänzlich dicht macht. „Ich weiß nicht, was ich machen kann. Ich möchte dir gerne helfen, aber ich weiß nicht wie.“ – DAS ist echte Hilfe. Und dann zuhören, was ich antworte. Mal kann ich gar nichts sagen, mal bitte ich um Ruhe, mal sinke ich zusammen und heule laut los, mal rede ich wie ein Wasserfall und NICHTS davon ist Selbstmitleid.

Selbstmitleid. Ja, so sieht es manchmal aus. Ich weiß das. Aber es ist keine Mitleid, es ist Suche nach Halt, nach einem Strohhalm, es ist die Sprache meiner Depression. Es ist… das einzige, das ich in diesem Zustand aus der Leere vermitteln kann.

Ich habe Depressionen. Oft. Oft unvermittelt, immer unbegründet und unterschiedlich heftig. Ich bin dann leer, aber selten traurig. Zum traurig sein fehlt mir nämlich meist die Kraft.

Zwiebelmarmelade

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Neben der Karamellsauce haben wir zu Weihnachten auch eine selbstgemachte Zwiebelmarmelade verschenkt. Sie steht seitdem bei jedem Sonntagsfrühstück auf dem Tisch, denn ich esse sie gerne zu Käse und Wurst. Manchmal steht sie auch Abends auf dem Tisch, denn ich esse sie gerne zu Käse und Bier. Um das Rezept zu archivieren, schreibe ich es mal hier auf und fordere unbedingt zum Nachkochen auf. Müssen wir auch alsbald wieder.

Man nehme:
500 g große Zwiebeln
3 EL ÖL
2 Lorbeerblätter
1 Prise Salz
150 g Zucker
200 ml milder Weißweinessig

1.
Zwiebeln würfeln und mit dem Öl andünsten. Die Lorbeerblätter und das Salz zugeben. Den Zucker zugeben und hellgelb karamellsieren.

2.
Weißweinessig hinzugeben, aufkochen und bei milder Hitze offen 40-50 Minuten köcheln lassen. Heiß abfüllen und in den Gläsern abkühlen lassen. Marmelade halt, ne?

Hält sich ungeöffnet ca. 6 Monate, geöffnet und im Kühlschrank aufbewahrt innerhalb von 4 Wochen zu verbrauchen.

Karamellsauce

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Wir haben die Sauce bereits einmal vor Weihnachten gemacht, um sie zu verschenken. Aber da sie sich nur ca. 3 Wochen hält, haben wir grad keine mehr. Am Samstag bekommen wir Besuch und ich bin für den Nachtisch zuständig, die Sauce soll nun Teil davon sein, weshalb wir heute mal wieder eine große Portion gemacht haben. Sie ist einfach nur köstlich, schnell fertig und super ua zu Schokoeis und anderen Leckereien.

Man nehme:
150 g Zucker
800 ml Schlagsahne

ergibt 600 ml Sauce

1.
Zucker in einem weiten Topf karamellisieren. Wenn der Zucker zu schmelzen beginnt, den Topf ab und zu schwenken, damit der Zucker goldbraun karamellisiert (und nicht anbrennt).

2.
Mit der Sahne ablöschen, aufkochen und offen bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten zu einer dicklichen Sauce einkochen lassen, dabei mehrfach umrühren. Um die Konsistenz zu überprüfen, habe ich eine Gelierprobe gemacht.

Abfüllen und/oder direkt genießen.

Warum tust Du Dir das an?

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Diese Frage durfte ich schon mehrfach hören, wenn ich berichtete, wie unsere bzw. meine Nächte verlaufen.

Die kurze Antwort darauf ist: Weil ich es so möchte.

Schlafrhytmus
Zunächst einmal muss ich sagen, dass der Keks eine super Schläferin ist. Wir hatten schnell einen guten Rhytmus mit ihr und konnten sie die ersten zwei Jahre (auch tagsüber im Dunkeln) hinlegen und rausgehen, ohne das sie geweint hat. Wenn sie geweint hat, sind wir natürlich geblieben. Aber sie ist schon immer von alleine eingeschlafen, auch beim Mittagsschlaf. Nie auf dem Arm, immer am liebsten im Bett. Sie war kein Tragekind und ich habe da durchaus Nähe vermisst. Der Keks hat auch am liebsten auf dem Boden gelegen und alles beobachtet; Trage und Tragetuch habe ich nahezu ungenutzt verkauft. Auf meinem Arm einschlafen gab es wirklich nur zu Säuglingszeiten.

Seitdem sie keinen Schnuller mehr hat, hat sich das Abendritual verändert. Wir spielen erst noch was mit ihr, dann legen wir uns zusammen auf die Matte vors Bett, wo dann meist ich ihr ein oder zwei Bücher vorlese, bevor der Keks dann in ihr Bett geht. Da kuschel ich sie in ihre Decke ein und lese noch etwas, bevor wir dann Händchen halten und sie darüber einschläft. Ich liebe unsere Abende und ich liebe dieses Ritual. Ich halte so gerne ihre kleine warme Hand und begleite sie in den Schlaf. Sie schläft in der Regel zwischen 20.30 Uhr und 21 Uhr, danach haben der Gatte und ich regelmäßigen, kalkulierbaren Feierabend. Manchmal allerdings gehe ich direkt selbst ins Bett, also lege mich zumindest schon mal hin und schlafe spätestens um 22 Uhr.
Das hängt von meinem Schlafdefizit ab.

Kannst Du bei mir liegen?
Denn: Irgendwann im Laufe der Nacht wird der Keks wach und ruft mich. Sie bittet dann um eine kalte Milch und fragt mich „kannst Du bei mir liegen?“. Natürlich könnte ich mich dahin legen und wieder warten, bis sie einschläft, was auch meist recht schnell geht. Aber manchmal träumt sie dann oder schläft unruhig und ich kann sie durch ‚Handauflegen‘ oder leises „schschsch“ schneller beruhigen, wenn ich eh da bin.

Also hole ich mein Bettzeug und lege mich neben sie. Manchmal halten wir wieder Händchen, manchmal schläft sie schon wieder, wenn ich mit Sack und Pack aus dem Schlafzimmer komme. Wichtig ist mir, dass ich das Versprechen „ja, ich komme zu Dir“ auch halte und eben nicht wieder in mein Bett gehe, wenn sie eingeschlafen ist. Ich will zuverlässig sein und da, weil sie mich drum bittet. Ich selbst schlafe dann recht schnell wieder ein und so sind manche Nächte abgesehen von einmal aufstehen wirklich entspannt.

Morgens weckt der Gatte mich mit frischem Kaffee und wenn ich den getrunken habe, wecke ich den Keks und wir starten den Tag kuschelnd und schmusend.

Ich bin für Dich da
Und warum mache ich das nun alles genau so? Weil der Keks mich drum bittet. Weil ich ihr immer versichere, wenn ich Abends nicht da bin, dass ich NACHTS für sie da bin, wann immer sie mich braucht. Dass sie nicht alleine einschlafen muss. Was sie als Säugling/Baby nicht brauchte, holt sie sich jetzt. Sie hat bis sie 2,5 Jahre alt war, nicht mal gern gekuschelt, was mir oft sehr gefehlt hat. Das holen wir jetzt ein bisschen nach und mein Motto ist: „Dafür ist immer Zeit.“ Es geht mir also schlicht darum, ihre Bedürfnisse nach Nähe und Aufmerksamkeit zu stillen. Ich weiß, dass das irgendwann wieder vorbei sein wird. Und ich weiß, dann werde ich es vermissen, auch wenn es jetzt manchmal anstrengend ist. Es ist nämlich zB ein Unterschied, ob der Keks mich um 1 Uhr oder um 4 Uhr ruft.

Und was macht der Gatte?
Um zwei weitere Fragen zu beantworten: Der Keks möchte nicht in unserem Bett schlafen. Wir haben es zigfach angeboten. Selbst wenn sie krank ist, legt sie sich eher auf die Matte vor ihr Bett, als kuschelnd mit in unseres. Sie ist nach der Rückkehr aus dem Urlaub so ausgeflippt und hat ihr eigenes Bett so abgefeiert… 😉 Also keine Chance. Sie will in ihrem Bett schlafen.

Der Gatte kann sich Nachts selbstverständlich auch um den Keks kümmern, er ist in dem erstem Jahr nach der Elternzeit abwechselnd mit mir aufgestanden, wenn irgendwas mit dem Keks war. Aber dort zu schlafen ist kompliziert. Er müsste im Schlafzimmer seine Maske abbauen – die er wegen Schnarchens und Apnoe benötigt – und im Kinderzimmer wieder an den Strom klemmen. Und dann kann er nur auf der linken Seite (bzw. abgewandt vom Kind) schlafen, weil vorne direkt aus der Maske etwas Luft strömt und der Keks sie direkt ins Gesicht bekommen würde. Gleiches Problem habe ich übrigens auch, der Gatte schläft meist auf der mir abgewandten Seite oder dem Rücken.

Der Aufwand ist für ihn schlicht größer und er wäre erstmal viel wacher, als wenn er nur die Bettdecke rüberziehen müsste. So wie es für mich ist.

Das kleine Glück #26

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Wir haben ja nun seit Kurzem eine Reitbeteiligung für den Keks. Das hat sich ja einfach so ergeben, das haben wir nicht forciert, auch wenn ich natürlich zugebe, dass die Pferdeliebe bei mir auf fruchtbaren Boden fällt, ich altes Pferdemädchen.

Und so ist es nun so, dass wir neben dem Treffen mit den anderen Pferdemädchen am Wochenende auch einen exklusiven Pony-Tag in der Woche habe, was ja nunmal Sinn und Zweck der Reitbeteiligung ist. Wir sind nun also Montags immer beim Kumpel, gestern zum ersten Mal.

Ich bin immer noch völlig hin- und weg, wie das gestern gelaufen ist. Ich hatte nämlich Sorge, dass der Keks nicht über die gesamte Zeit ‚bei der Sache‘ ist oder mir wegläuft, während ich mich um das Pony kümmere etc. Aber nichts davon ist eingetreten. Wir haben zusammen das schmutzig(st)e Pony von der Wiese geholt, haben ihn gemeinsam geputzt, die Hufe ausgekratzt und aufgetrenst. Der Keks hat dem Pony noch ein bisschen Huffett verpasst und dann sind wir auf den Platz. Da hatte der Keks nach ein paar wenigen Runden keinen Bock mehr zu reiten, aber das ist auch am Wochenende so. Sie liebt es, zu reiten und auch zu traben, aber noch mehr will sie eigentlich die ganze Zeit das Pony schmusen. Ich dachte mir, wenigstens ein bisschen Bewegung als gar keine. Und putzen und füttern ist ja nunmal auch unser Job, also haben wir uns anständig gekümmert.

Der Keks hat noch im Stall gefegt, von alleine den Putzkasten weggeräumt, wir haben noch etwas im Stroh gekuschelt, der Keks ist auf dem Heuballen rumgeturnt und dann sind wir nach Hause gefahren. Ich hatte auf dem Heimweg wirklich was im Auge, weil wir so schön im Flow miteinander waren. Kein „nein“, keine Diskussionen, sondern ein schönes Miteinander zwischen Mama und Tochter mit Pony. Einfach großartig. Ich habe das gestern sehr genossen und habe ordentlich aufgetankt. Mir tut der Umgang mit diesem Tier nämlich auch sehr gut und da gestern die Sonne endlich mal wieder schien, habe ich von dem Ausflug an die frische Luft eben auch sehr profiitiert.

Ich bin unglaublich stolz auf den Keks, wie liebevoll sie zu diesem Tier ist, wie umsichtig sie mit ihm umgeht und wie gut sie ihre Aufgaben erledigt hat.

Ab sofort sind Montage nicht mehr doof. Auch wenn es vielleicht nicht immer so harmonisch ablaufen wird wie gestern, alleine, dass wir dieses Mama-Tochter-Ding haben und ganz viel Zeit für uns bei etwas, das wir beide lieben, ist einfach großartig. Vor allem jetzt, wo der Frühling kommt. Das macht mich sehr glücklich, es ist mehr als nur ein kleines Glück.

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Frankfurter Torte

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Der Gatte hat sich zum Geburtstag Frankfurter Kranz gewünscht. Uff. Ich und Buttercreme… Da hatte ich mich noch nie rangetraut und hatte auch etwas Respekt davor. Im Nachhinein stelle ich fest: Völlig unbegründet.

Ich habe allerdings ein etwas vereinfachtes Rezept gesucht, fernab von der Gugelhupfform. Und es wurde dann dieses:

Man nehme:
1 1/2 Pakete Vanillepuddingpulver (mache ich beim nächsten Mal mit mehr Zeit wieder ohne Packung)
3 EL Zucker
750 ml Milch
375 g weiche Butter
1 Paket Wiener Böden hell
6 EL Johannisbeer-Gelee
200 g Haselnusskrokant
Belegkirschen oder andere Deko

1.
Den Pudding nach Packungsanweisung kochen (oder ohne Packung, Rezept reiche ich mal nach). Den Pudding mit Klarsichtfolie bedecken und vollständig abkühlen lassen, er muss Zimmertemperatur haben.

2. Die Butter mindestens 8 Minuten weiß-cremig rühren. Den Pudding löffelweise unterrühren, 3 EL von der Buttercreme beseite stellen für die Deko (Spritzbeutel, Lochtülle).

3.
Mit einer Tasse o.ä. mittig ein Loch in die Tortenböden schneiden, die Tortenböden mit je 2 EL Gelee bestreichen, 2/3 der Buttercreme auf den Böden verteilen. Die Böden aufeinandersetzten und den Rand ebenfalls einstreichen, am besten mit einer Palette.

4.
Krokant auf die Torte streuen und mit der Palette vorsichtig am Rand andrücken. die Creme aus dem Spritzbeutel in kleinen Häubchen aufspritzen und die Torte dekorieren. Die Torte mindestens zwei Stunden kaltstellen, besser über Nacht.