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Eigentlich wollte ich schon längst über die schöne Urlaubswoche des Mannes rund um den Einheitsfeiertag berichtet haben. Ich hab ja keinen Urlaub, ich hab Elternzeit…
Wir hatten wahnsinniges Glück mit dem Wetter und haben viel unternommen, sind ins niederländische Nachbarland zum Shoppen gefahren, haben den Garten etwas auf Vordermann gebracht, ein paar liegengebliebene Sachen erledigt – und sind miteinander ausgegangen. Hatten Dates <3. Wir waren einmal sehr sehr gut Essen in einer Trattoria, die wir schon ewig beäugten und endlich besuchten, danach war sogar noch Zeit für ein Absackerbierchen in der Lieblingskneipe. Dann waren wir – mit Kind – tagsüber auf einer Hochzeit, abends zu nem Konzert (geil, laute Musik) und dann noch am Einheitstag auf einer Party. Da schlief das Kind bei der Patentante. Eigentlich wollten wir sie dann am nächsten Mittag entspannt und abgefüttert abholen und zum Babyschwimmen fahren. Eigentlich. Bis das Telefon klingelte und die Nachricht kam, dass das Kind fiebert…

Ab da war Ausnahmezustand. Ich lag das ganze Wochenende mit dem fiebernden Kind im Bett, denn da schlief sie am schnellsten, besten und wie ich meine behüteten. Montag wollten wir eigentlich in der Kita starten, stattdessen saßen wir beim Kinderarzt. Hurra, Hand-Mund-Fuß. Örgs. Es hieß, eine Woche Quarantäne. Ich hatte schon Lagerkoller bei dem Gedanken daran. Aber es kam nicht zum Lagerkoller, denn am Tag drauf lag ich richtig flach und einen Tag später der Mann. Unsere 70 cm zarter Wahnsinn hatten uns dahingerafft. Meine Mutter setzte sich vier Stunden ins Auto, rückte hier an und übernahm den Job als Nanny und Krankenschwester. Ohne sie wäre es hier nicht (!) gegangen. Sie hat den ganzen Tag mit dem Kind verbracht und hat sogar bis zum Tag ihrer Abfahrt auch die Nachtschichten übernommen, so dass der Mann und ich uns wirklich um unsere Genesung kümmern konnten – also einfach nur rumliegen. Es hat tatsächlich fünf bzw. sechs Tage gedauert, bis der Mann und das Kind wieder fit waren. Ich habe noch eine Erkältung mit hartnäckigem Reizhusten draufgesattelt, an dem ich immer noch laboriere. Hmpf. Kranksein mit Kind war eine neue Erfahrung, auf die ich gerne verzichtet hätte. Es ist schon nicht einfach, sich total mies zu fühlen und sich deshalb nicht selbst um das Kind kümmern zu können. Aber meine Ma hat das wunderbar gemacht und unser Kind hat die ‚volle Dröhnung Oma‘ auch sichtlich genossen.

Gott sei Dank hat sich meine Mutter hier nicht angesteckt und konnte nach vier Tagen wieder nach Hause fahren.

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