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Seit zwei Wochen ist der Kerl in Elternzeit. Also Hausmann. Am Anfang lief es (in meinen Augen ) nicht so rund. Allerdings bin ich a) pingelig und b) routinierter im Haushalt. Und offensichtlich mit viel besserem Augenlicht ausgestattet. 😉
Gestern allerdings hat der Mann zu Hause Vollgas gegeben und die ganze Bude geputzt. Und als dann seine Eltern gestern zu Besuch waren und der Opa etwas auf den Boden kleckerte, hörte ich den Mann sagen: „Moah, pass doch bitte ein bisschen auf, ich hab heute die ganze Wohnung geputzt…“.
Ich musste innerlich SO lachen. Aber so ist es halt im Leben. Man weiß manches selbstverständliche erst richtig zu schätzen, wenn man weiß, wie es sich anfühlt, wenn es ein anderer nicht tut oder unachtsam ist. Was das angeht, ist die Elternzeit für den Mann sicher eine hilfreiche Lektion. 😉

Ansonsten freue ich mich für ihn, dass er so viel Zeit mit dem Kind verbringt, denn jetzt kann ICH erst richtig nachvollziehen, wie er sich das ganze Jahr gefühlt hat. Er ist ja nach dem ersten Lebensmonat wieder arbeiten gegangen (worauf ich ja zuerst neidisch war) und ich habe den ganzen Tag mit dem Kind verbracht und ihm abends immer berichtet, was passiert ist und was das Kind Neues kann. Letzte Woche habe ich dann mitgeteilt bekommen, dass das Kind ein neues Feature hat, sie kann alleine rückwärts die Couch runterklettern. Ich habe das mit ihr immer geübt, aber die Kür habe ich verpasst. Ich habe darüber Rotz und Wasser geheult, denn ich vermisse sie eh so schrecklich tagsüber und habe nun Angst vor den vielen anderen Dingen, die ich vielleicht verpassen werde.
Wenn ich nicht wüsste, dass mein Kind die Kita liebt und sich dort sehr wohl fühlt, würde ich es gar nicht aushalten.
So wachsen wir nun (mehr) in unsere jeweilige/aktuelle/künftige Situation rein und ändern den Blickwinkel. Und das ist sicher für uns beide sehr gut

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