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Wenn man 14 Monate alt ist, dann hat man in seinem Leben schon ein paar sensationelle Meilensteine der Entwicklung hingelegt.
Die Entwicklung vom absolut hilflosen Säugling hin zum aufrecht sitzenden, stehenden, gehenden Menschen ist schier atemberaubend. Das macht so ein kleiner Mensch auf einmal, von ganz alleine und aus eigenem Antrieb.
Dann ist da noch die kognitive Entwicklung, bei der es wöchentlich, wenn nicht gar täglich was Neues zu entdecken gibt.
Für mich war das Laufen lernen immer schon der Entwicklungsschritt, der mit den meisten Emotionen behaftet ist. Und ich kann nicht mal genau sagen, warum das so ist.

Da das Kind ja tagsüber in der Kita ist und sich nicht daran hält, Fortschritte ausschließlich daheim uraufzuführen, hatte ich große Sorge, den „ersten Schritt“ zu verpassen. Sie läuft zwar schon seit ein paar Wochen wie eine Rakete hinter ihrem Lauflernwagen, aber nicht an der Hand, das hat sie sich nicht getraut. Und Sonntag passierte es, ich streckte ihr wie so oft die Hände hin – und sie griff zu und lief an meinen Händen durchs Kinderzimmer. Ich hatte Tränen in den Augen und war für den Rest des Tages vor lauter Seligkeit in Watte gehüllt. Selbst wenn ich nun vielleicht immer noch die ersten freihändigen Schritte verpassen könnte: Dieses Erlebnis ist wahnsinnig berührend und wird mir immer im Gedächtnis bleiben.

 

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