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An drei Tagen in der Woche hole ich das Kind von der Kita ab. Ich versuche, Verabredungen, die wir dann manchmal am Nachmittag haben so zu legen bzw. uns so anzukündigen, dass wir immer nen guten Zeitpuffer haben. Ich möchte nämlich verhindern, dass ich mich und/oder das Kind hetzen muss.

Gestern sind wir nach der Kita zu einer Bekannten gefahren, die Kinderklamotten abzugeben hatte und ich wollte da mal stöbern. Ich kündigte uns für ein recht großzügiges Zeitfenster an, sie als Mutter hat das gut verstanden. Somit konnte ich mein Kind entspannt aus der Spielsituation in der Kita lösen, habe sie ohne Hektik umgezogen (sie hasst umziehen eh schon, da muss ich das nicht noch unter Stress haben). Dann sind wir über das Kitagelände zum Tor und zu meinem Auto geschlendert, das Kind zeigte mit Blumen, Äste, Blätter, Vögel in der Luft und einen Hund auf der anderen Straßenseite. Am Zielort angekommen, habe ich etwas weiter wegparken müssen und so haben wir auf den ca. 300 m Weg einen Hund kennengelernt und gestreichelt, einen Hasen auf der Wiese hoppeln sehen und eine Amsel, die sich in einer Pfütze badete. Der Anblick löste bei mir spontan die pure Lebensfreude aus. Und ich war ja halt entspannt, weil ich im Vorfeld schon Bescheid gesagt hatte und wir eben im angekündigten Zeitfenster eintrafen. Hätte ich mich mit dem Kind abgehetzt, wäre mir der Anblick dieses lustigen Vogels schlicht entgangen, da bin ich mir sicher.

Auf diese Art genieße ich die Nachmittage mit dem Kind (abgesehen von durchschnittlich 6 bis 8 Wutanfällen *g*) und ich bin nicht einem selbstgemachten Zeitdruck ausgesetzt. Andere Termine, bei denen es dann für mich auf die Minute ankommt lege ich so, dass das Kind dann beim Papa oder der Oma ist.

Ich bin meinem Kind so dankbar, dass es mich so entschleunigt. Und ich die Welt durch ihre Augen sehen darf.

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