Schlagwörter

, ,

Null. Das ist die Zeit, die ich (auch) in der vergangenen Woche an Minuten für mich hatte. Seit unserem Urlaub, den wir leider etwas anders verbrachten als geplant, habe ich den dringenden Wunsch, dass mal jemand mein Hamsterrad anhält. Macht aber keiner. Und ich selbst schaffe es nicht.

Ich arbeite, hole an drei Nachmittagen das Kind ab, an dem ich dann ihr gehöre und Abends, wenn sie im Bett ist, mache ich den Haushalt. An den anderen beiden Tagen arbeite ich die Zeit nach, die ich an den anderen drei Tagen zu wenig arbeite, das war in letzter Zeit viel, weil ich morgens sehr oft und lange im Stau stand. Aber auch dann komme ich heim und sehe nur Arbeit zu Hause. Wäsche, Küchenchaos, Orga für die beiden Vorstände, Ablage und 1.000 andere Dinge. Und es ist nicht so, als macht der Mann hier nichts. Er erledigt den kompletten Einkauf und alle Besorgungen, kocht so gut wie immer und kümmert sich um den Garten.

Und es ist nicht so, als gibt es plötzlich mehr Arbeit hier als sonst. Ich bin es, die immer unentspannter wird und eben NUR noch Arbeit sieht. Ich schaffe es nicht, 5 gerade sein zu lassen und mich einfach mal in die Badewanne zu legen oder mich mit den Mädels zu verabreden. Weil ich denn wahnsinnigen Anspruch an mich habe, alles zu schaffen. Kind, Arbeit, Haushalt, Beziehung. Noch so ein Punkt, der mir auf der Seele liegt. Seit dem verkorksten, unerholsamen Urlaub haben wir noch weniger Zeit füreinander. In echt und gefühlt. Und das tut mir und uns nicht gut.

Ich bin wirklich gestresst, meine Haut sieht schlimm aus und ich bin den ganzen Tag sackmüde. Und ich habe keinen Schimmer, wie ich an der gefühlten Schieflage drehen soll und meinen Anspruch runterschrauben kann.

Ich werde vielleicht noch ein wenig die Zähne zusammenbeißen und auf die Weihnachtstage hinarbeiten. 

Und bis spätestens dann muss ich mich sortieren. Denn weiter so unter Volllast kann ich nicht fahren.

Immerhin: Der Keks macht mir nach wie vor so viel Freude, dass mich das manchmal zu Tränen rührt. Weil sie so toll ist und mich so stolz macht. Dank ihr gehts dann doch irgendwie. Es geht halt. 

Muss ja.

Advertisements