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Der Keks hat gerade eine starke „Mama“-Phase. Das meiste muss ich für und mit ihr machen, denn es heißt stets: „Mama macht das.“ Mama macht das dann auch und kümmert sich. Zwischendurch sucht der Keks auch viel Körperkontakt „Mama Arm“, kuschelt kurz und löst sich dann wieder. Das ist sehr schön und so grooven wir uns oft durch den Nachmittag. Ich genieße diese Zuneigung und Nähe sehr.

Allerdings hat auch diese Medaille ihre Kehrseite und so bin ich auch diejenige, die dann gehauen wird, wenn es Differenzen zwischen uns gibt. Zum Beispiel, wenn ich eine andere Meinung zum Thema Zähneputzen, Eis essen, ‚Maus gucken‘, Schaukeln vor dem Schlafen etc. habe. Dann sagt der Keks „hau ab“, „geh weg“ und ich werde auch regelmäßig gehauen… *seufz* Es ist sehr anstrengend, zumal mich gehauen werden leider triggert und ich noch tiefer durchatmen muss, als ich es in diesen Situationen ohnehin tue.

Ich halte dann ihre Hand kurz fest und sage: „Nein. Es wird nicht gehauen.“ Nur leider interessiert es sie manchmal nicht besonders. Sobald ich loslasse, haut sie wieder. Also wiederholen wir das nochmal und manchmal gehe ich dann einfach einen Schritt weg und überlege mir etwas zur Ablenkung. Bisher funktioniert das dann ganz gut, es sind allerdings insgesamt diese Momente derzeit, die mir die allermeiste Energie rauben. Es ist ganz ganz schwer, das gelassen durchzustehen und ich bin abends oft sehr sehr erschöpft, vor allem emotional.

Ich weiß, dass der Keks nicht mit Absicht haut, um mir weh zu tun, sondern dass es um Grenzen geht, die mangelnde Fähigkeit, Gefühle zu verbalisieren und um das Testen meiner Reaktion; ebenso mangelt es ihr noch an der nötigen Empathie, um die Tragweite zu erfassen. Ich weiß das alles, aber manchmal möchte ich doch wirklich einfach kurz auf einer einsamen Insel sein.

Wie ist das bei Euch? Wie geht ihr mit solchen Situationen um?

[Im Übrigen habe ich auf Eltern.de einen nützlichen Artikel gefunden.]

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