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Der Keks hat heute Namenstag und den werden wir heute Nachmittag mit frischen Waffeln und einem neuen Puzzle feiern. Mein Namenstag wurde immer groß gefeiert, wie ein zweiter Geburtstag. Denn ich (4 Wochen nach Weihnachten) bin, genau wie der Keks (4 Wochen vor Weihnachten), ein bedauernswertes Winterkind und so wurde mir der Sommer durch diesen besonderen Tag versüßt.
Zum Geburtstag im Januar bekam ich immer entweder ein kleines Geschenk (und ein kleines zu Weihnachten) oder ein großes Geschenk, entweder schon zu Weihnachten oder erst am Geburtstag. Das finde ich per se doof, aber es ist auch eben grundsätzlich nicht schön, im Winter Geburtstag zu haben, viele Möglichkeiten der Party-Gestaltung fallen weg. Also möchte ich dem Keks auch im Sommer ein kleines Highlight schenken und somit feiern wir heute zum ersten Mal Namenstag.

Im Übrigen liegen beim Keks und mir nicht nur die Geburtstage relativ nah beieinander, bei den Namenstagen ist es ganz eng: 24. Juli und 29. Juli. Diese Entdeckung machte ich erst bei der Vorbereitung der Taufe, sie freut mich sehr.

Da das hier ja auch ein Service-Blog ist erzähle ich Euch, weshalb wir Katholiken den Namenstag denn überhaupt feiern. Ich bin so frei und leihe mir die Erklärung von jemandem, der das bereits sehr gut zusammengefasst hat:

Warum feiern Katholiken Namenstag?

Im Mittelalter war es üblich, einem Kind bei der Taufe den Namen des „Heiligen des Tages“ zu geben. So fielen künftig Tauf- und Namenstag zusammen.

Heilige als Vorbilder im Glauben

In katholischen Gegenden wurde früher oft nur Namenstag und kein Geburtstag gefeiert. Die Tradition, einem neugeborenen Kind bei der Taufe den Namen einer Märtyrerin oder eines Märtyrers zu geben, reicht bis ins vierte Jahrhundert zurück.

Wichtig war das Taufdatum

Johannes Chrysostomus, einer der großen katholischen Kirchenlehrer, hatte Eltern es damals nahe gelegt. Neu bekräftigt wurde dies durch das Konzil von Triest im Jahre 1563. Im Mittelalter war es üblich, einem Kind bei der Taufe den Namen des „Heiligen des Tages“ zu geben. So fielen künftig Tauf- und Namenstag zusammen. Damals wurde auch nicht das Geburts-, sondern das Taufdatum im Kirchenbuch eingetragen. Heilige und auch Seliggesprochene wurden und werden als Vorbilder im Glauben verehrt. Man betrachtet sie auch als Fürsprecher bei Gott.

Abgrenzung von der evangelischen Kirche

Um sich von den Protestanten abzugrenzen, nahm die Bedeutung des Namenstages nach der Trennung der Kirche in katholisch und evangelisch zu. Auch wenn der Namenstag auch heute noch überwiegend in katholischen Gegenden gefeiert wird, gibt es in der evangelischen Kirche ebenfalls einen Namenkalender. Viele Gedenktage sind in beiden christlichen Konfessionen gleich. Doch in der evangelischen Kirche gibt es keine Heilig- oder Seligsprechungen. Deshalb wird dort normalerweise auch kein Namenstag gefeiert.

Jeder Name ist etwas Besonderes

Der Name hat für ein getauftes Kind eine ganz besondere Bedeutung. Denn im Buch Jesaja steht die wunderbare Zusage Gottes, die oft auch vom Priester bei der Taufe zitiert wird: „Fürchte dich nicht. Ich bin bei dir. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein.“ Das Kind hebt sich aus der Anonymität heraus. Sein Name macht es zu etwas Besonderem. Es weiß: Ich bin gemeint, wenn die Mama mich ruft. Mein Name unterscheidet mich von anderen.

 

Und wie ist das bei Euch so? Gibt es so eine Tradition vielleicht auch bei Euch?

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