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Seitdem der Keks an HMF erkrankt war, gab es keinen entspannten Arztbesuch mehr. Ich vermute, sie hat die Schmerzen, die sie durch die offenen Stellen im Mund hatte, mit der Untersuchung verknüpft, was zur Folge hatte, dass seit zwei Jahren kein vernünftiges Abhören, in den Mund- und in die Ohren gucken mehr möglich war. In der Woche vor Weihnachten hatte sie einen fiebrigen Infekt und die Schwiegermutter hatte die Ehre, zum ersten Mal mit dem Keks zum Arzt zu gehen. Dort brüllte sie wieder die Praxis zusammen, aber immerhin konnte der Arzt wenigstens dabei in den Hals sehen. 😉

Ganz wohl war mir die ganze Zeit nicht dabei, dass keine vernünftige Untersuchung möglich ist, denn ich hätte es gerne gehabt, dass sie mal abgehört wird und die Ohren kontrolliert werden etc. Aber auch hier ist der Kinderarzt einfach super, weil entspannt und sagt, dann ist das eben so. Er würde sich niemals über die kindliche Ablehnung hinwegsetzen und mich zwingen, den Keks zB festzuhalten. Er sagt selbst, dass man es sich damit erst recht für alle Zeiten versaut, zumal der Keks mir ja nunmal vertraut und ich das niemals leichtfertig aufs Spiel setze.

Wir haben hier bislang einfach abgewägt und das kleinere Übel gewählt. Also eine Diagnostik mit reiner „Draufsicht“ aufs Kind und dem, was wir berichten und beobachten. Unbefriedigend, aber machbar. Aber spätestens nach der U7a ist uns klar gewesen, dass sich was verändern sollte, und da baute ich natürlich zum Einen auf das Älterwerden vom Keks, dass sie verständiger wird und zum anderen bekam sie zu Weihnachten einen Arztkoffer geschenkt. Ich hatte den auf ihren Wunschzettel geschrieben und sie bekam den am 26. Dezember von der Mama des Patenkindes des Gatten geschenkt.
Seitdem wird alles und jeder untersucht und der Keks selbst lässt sich anstandslos untersuchen. Hauptsache, es sind Pflaster im Spiel.

Nachdem sie in der Woche nach Weihnachten Nachts einen ganz schlimmen Hustenkrampf hatte, bei dem ich schon an Pseudokrupp dachte, war klar, dass sie um einen erneuten Arztbesuch nicht drum rum kommt. Der Mann rief mich danach an und war völlig konsterniert. Total fassungslos sozusagen:

„Der Keks hat sich ohne Probleme untersuchen lassen, ganz ohne Geheule und hat sich sogar abhören lassen und – ich konnte es nicht glauben – hat sogar freiwillig (!) den Mund aufgemacht, damit der Doc reinsehen konnte.“ Absolut unglaublich. Nach 3 Tagen Übens mit dem eigenen Arztkoffer mutiert der Keks zur Vorzeigepatientin. Mir ist ein Riesenstein vom Herzen gepurzelt, weil ich jetzt hoffe, dass sie in Zukunft nicht mehr so unentspannt bei Untersuchungen ist.

Aber – da ist sie dann wieder ganz sie selbst: Das Gegenangebot des Arztes, sie könne ihn ja auch mit dem Arztkoffer untersuchen hat sie dankend abgelehnt…

(An dieser Stelle herzliche Grüße an den besten Kinderarzt von Welt).

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