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Der Keks und ich, wir haben ja einmal in der Woche exklusiven Ponytag. Auch Reitbeteiligung genannt. Neuerdings ist dieser Tag Mittwochs, was mir persönlich bedeutend besser gefällt, so mitten in der Woche.

Gestern war es wieder soweit und ich holte den Keks etwas früher als sonst aus der Kita ab. D.h. nein, ich hab sie aus dem Baum gepflückt…

Also Kind gepflückt, umgezogen und ab zum Pony. Wir haben das Pony von der Wiese geholt, geputzt, aufgezäumt und sind dann los zu unserem Spaziergang über die Felder und durch die Nachbarschaft. In der Nähe des Hofes wohnen eine ganze Reihe sehr armer Menschen, die voll die langen Einfahrten haben, bis sie endlich bei ihrem Haus angekommen sind. Ganz schlimm, da ist man lange unterwegs bis zum Briefkasten. Wir gucken uns da also immer die Gegend an, beobachten die Sportflugzeuge, denn in der Nähe ist ein kleiner Sportflughafen mit einem Verein für Segelflug. Bei gutem Wetter, so wie gestern, ist also ordentlich Betrieb in der Luft. Wir haben Gänse gesehen, ein Schneckenhaus gefunden, einen wirklich schönen Garten, ein charmantes Hexenhäuschen, der Keks hat einen weiteren Baum beklettert und sind dann zurück zum Hof.
Der Keks will übrigens sehr oft sehr viel traben, was bereits nach einigen Wochen dazu führt, dass ich nicht mehr schnappatmend neben dem Pony herlaufe, sondern über eine angemessene Kondition verfüge. WINWIN. Es ist ohnehin ein Gewinn für mich, dieser Ausflug in die Natur, die Exklusivzeit mit meinem Kind und das Abgeknutsche von Ponys und Eseln. Der perfekte Kontrast zu meinem Bürojob.

Bei der Rückkehr auf den Hof erschrak sich das Pony vor einem Geräusch auf der nah hinter uns vorbeiführenden Straße und machte einen Satz nach vorne. Ich reagierte, so gut ich kann und guckte einerseits nach links, ob das Pony wieder ruhig ist und nach rechts, ob der Keks sich halten konnte. Konnte sie leider nicht und ich bekam sie nicht mehr richtig zu packen, sie fiel senkrecht vom Pony auf den Helm und dann auf den Rücken. Sie heulte sofort und ich tröstete sie neben ihr hockend und untersuchte sie auf Blessuren. Sehr süß war das Pony, das sich ihr schmusend näherte, was sicher auch dazu führte, dass sie sofort wieder aufsitzen wollte. Darüber war ich sehr erleichtert und ich war sehr sehr stolz auf den großen Keks. Sie hatte sich wirklich weh getan, aber dennoch nicht den Mut verloren. Ich bin froh, dass dieser – unvermeidbare – erste Sturz relativ am Anfang ihrer „Reitkarriere“ passiert ist und sie so souverän damit umgegangen ist. Ponys sind weder Schaukelpferde noch Kuscheltiere… Und ich bin sehr froh, dass sie konsequent einen Helm trägt. Werden jetzt noch eine Protektorenweste besorgen…Egal, auch wenn sie nicht mehr ewig reiten mag, das ist mir doch lieber, falls sie nochmal auf den Rücken knallt.

Nachdem wir Während ich das Pony sowie das Heu fertig machte, turnte der Keks durchs Stroh und wollte gar nicht nach Hause. ❤ Es war wirklich schwer, sie zum Gehen zu überreden. Aber damit der Abschiedsschmerz nicht zu groß ist, hat sie noch eine große Menge Stroh in den Klamotten mitgenommen. Achso, den Kopf hab ich mir auch noch eben schnell gestoßen…

Wir hatten auf jeden Fall wieder einen großartigen Nachmittag und ich genieße das mindestens so viel wie der Keks.

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