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In der vergangenen Woche hatten wir Urlaub und hatten so einiges auf dem Zettel an Dingen, die wir erledigen wollten. Einige schöne Sachen, ein paar notwendige und doofes, wie Kelleraufräumen. Vor allem aber stand die gemeinsame Zeit nur mit dem Gatten im Vordergrund. Ein ganzer und 3 halbe Tage, in denen wir Paarzeit hatten, den alten Flow wieder erlebten (wir funktionieren wirklich gut zusammen) und uns auf uns selbst konzentrieren konnten. Es! War! Toll!

Am ersten Urlaubstag, dem Dienstag nach Ostern, lösten wir gleich zum Frühstück einen Gutschein ein, den mir meine Kollegen zum 40. Geburtstag schenkten, eine Einladung zum Frühstücksbuffet. Als Location suchte ich ein Hotel im Düsseldorfer Medienhafen, das Innside Düsselldorf. Dort wurde das Frühstück in der THE VIEW Skylounge serviert, so dass wir einen fantastischen Ausblick hatten. Und Glück, denn zunächst schien die Sonne, bevor es sich zuzog.

Danach machten wir uns auf dem Weg zum NRW.Forum, um uns die Ausstellung von Lindbergh & Winogrand anzusehen. Ich bin ja ein großer Fan der Fotografie an sich, besonders mag ich Portraits und schwarzweiß-Bilder. Das alles habe ich in der Ausstellung gefunden. Gut inszenierte Bilder, die mir ein echter Augenschmaus waren.

Eigentlich wollten wir danach ein bisschen durch die Altstadt bummeln, aber da es anfing zu regnen, mussten wir den traditionellen Aufenthalt in der Brauerei Zum Schlüssel vorziehen. So’n Pech. Aber dann blieb noch ausreichend Zeit zum Bummeln, unter anderem auf der Jagd nach einer neuen Butterdose… Aber das ist eine andere Geschichte.

Irgendwann machte sich Hunger bemerkbar und wir folgten der Empfehlung von verschiedenen Menschen, einen Burger bei Space Burger zu essen. Wir wurden nicht enttäuscht, im Gegenteil, die Burger waren der Knaller. Ich hatte einen ‚Opec-Burger‘ mit Spiegelei, gegrillten Walnüssen, Datteln und Gorgonzola auf dem Cheeseburger des Hauses. Der war der Hammer. Einen fetten Punktabzug gibt es leider bei den Pommes, die waren nur gerade „geht so“. Die Süßkartoffelpommes waren hingegen lecker, sehr kross und gut. Der Service war auch top, sehr aufmerksam und nett. Hingehen lohnt.

Mit vollem Bauch fuhren wir nach Krefeld zurück, um mal wieder gerne zu Gast bei Nike zu sein, die wieder zu einem Wohnzimmerkonzert geladen hatte. Nike ist eine tolle, entspannte und einfach nette Gastgeberin. Die in einer sehr gemütlichen Wohnung lebt. Zu Gast war Ben Hermanski und dieses Konzert war das lustigste der bisher besuchten, weil Ben einen sehr schönen, trockenen Humor hat und grandios mit uns, dem Publikum agierte. Am Ende wurde gemeinsam gesungen, was gerade bei so einer intimen Runde eine schöne Sache ist, ich mag das ja. Ich fühlte mich großartig unterhalten von Ben und seiner Musik (wir haben gerne die CDs gekauft), wie immer wunderbar willkommen geheißen von Nike und schlief mit einem fetten Grinsen nach einem fantastischen Tag ein. Nike hat hier über das Konzert mit Ben und alle anderen bisherigen geschrieben. Da war ich doch schon bei einigen dabei und bin es gerne wieder. ❤ (Und ihren Blog empfehle ich von Herzen. Wegen der Nike da drin, der tollen Rezepte und Fotos und der Reiseberichte und überhaupt). Hier findet ihr ein paar Videos von Ben.

Am zweiten Urlaubstag, Mittwoch, war Keller, Garage und Waschküche aufräumen angesagt. Etwas, auf das ich mich wirklich gefreut habe, weil ich sowas als befreiend empfinde und gerne Ballast loswerde.  Wir haben nämlich am Ende des Tages 60 kg Gerümpel zur Müllverbrennung gefahren. Der Klassiker: Kaputter Wäschekorb? Kaputte Stehlampe?: Stell mal eben in den Keller…
Bevor wir das Gerümpel wegfuhren, haben wir wirklich komplett aufgeräumt, gefegt und teilweise geputzt, Spinnweben entfernt etc. Ich bin wirklich stolz auf das Ergebnis und die gemeinsame Arbeit mit dem Gatten hat wirklich Spaß gemacht. Nachmittags waren wir mit dem Keks am Stall, das war auch schön, dass wir das zu Dritt machen konnten.

Am Donnerstag habe ich mir etwas „im Bett gammeln“ erbeten, aber der Gatte hatte leider ordentlich Hummeln im Hintern, so dass er nach dem (mir am Bett servierten) Frühstück und mehren Tassen Kaffee anfing zu drängeln…
Nun ja, wir machten uns startklar und fuhren nach Roermond, einen Abstecher ins Outlet und durch die Stadt machen. Wir haben neue, sehr schöne Ecken der Stadt entdeckt, sehr leckere Pommes mit Erdnusssauce (Tradition!) gegessen, für den Keks Sandalen im Outlet gekauft und für den Gatten Schuh bei Vans. Eigentlich fand er erst nix, bzw wollte doch nicht so recht, bis ICH in der (nochmal vom Outletpreis) Sale-Ecke Schuhe für ihn in seiner Größe entdeckte. Für 30 EUR. Ich alte Schnäppchenjägerin. Fassen wir also zusammen: Schuhe für den Keks, Schuhe für den Gatten. Finde den Fehler!

Am Freitag Vormittag besuchten wir das Baby der Patentante vom Keks. Der Bericht über die auch nicht ganz komplikationslose Geburt trieb mir Tränen in die Augen. Ich fühlte mich zurückversetzt.. Aber dann durfte ich dieses zarte, kleine Wesen auf dem Arm halten und aller Kummer war wieder vergessen. Babys sind so wundervoll und ich habe kurz – für eine Zehntelsekunde überlegt – aber dann wars auch wieder vorbei. 😉 Keks bleibt Einzelkeks.

Danach machten wir noch ein paar Besorgungen, kauften fürs Abendessen ein und machten uns auf den Heimweg. Ich pflanzte im Garten noch schnell ein paar Pflanzen in einen Kübel, dann ging ich schon mal rein, um das Abendessen vorzubereiten. Und da klingelte es auch schon und ich öffnete der lieben Nina die Tür. Nina habe ich auf Twitter kennen- und auch ein bisschen liebengelernt. Denn sie hat meinen Horizont erweitert, geduldig alle Fragen zu Transgender und ihrer persönlichen Geschichte beantwortet, die ich so hatte. Denn sie ist die erste transgender-Frau, zu der ich Kontakt habe und mir war es wichtig, zu verstehen. Ich empfehle Euch von Herzen ihren Blog, wenn ihr Euch für das Thema interessiert.

Auf jeden Fall dachten der Gatte und ich, wir servieren der in Österreich geborenen Nina mal Wiener Schnitzel und Gott sei Dank hat es ihr geschmeckt. 😉 Danke, dass Du Zeit für uns hattest, es war so schön, Dich persönlich kennenzulernen und mal feste Drücken zu können. (Würde ich gerne heute auch tun können). Nina hat übrigens im Februar auch einen Beitrag zu meiner Gastartikelreihe über Depressionen geschrieben, auch ein Punkt, der mich neugierig auf die reale Nina machte.
Eigentlich war der Plan, dass ich Nina nach dem Abendessen schnell zum Bahnhof fahre, während der Gatte den Keks bettfertig macht, aber – wie schon mal hier beschrieben –  während es Abendrituals gehen funktioniert einfach nicht, auch nicht, dass ich bleibe und der Gatte fährt. Also hab ich dem Keks schnell was übergezogen und wir haben Nina zusammen zum Bahnhof gebracht. Was dem Keks und mir Zeit für ein schönes Gespräch auf der Rückfahrt brachte. Der Keks hat später als sonst gepennt, aber unproblematisch und vor dem Schlafengehen sehr lieb von Nina gesprochen. (Du bist doch kein alter Pups).

Das war ein richtig toller Urlaub.

Am Samstag haben wir Vormittags gemütlich abgehagen und gefrühstückt, dann musste der Gatte schon fast los. Er war einer der Lockvögel für die heimlich geplante Überraschungsparty anlässlich des 40. Geburtstags seines Cousins. Gemeinsam mit noch 2 Kumpels hatten sie den Cousin zum Frühshoppen einbestellt, so dass währenddessen die Partyvorbereitungen getroffen werden konnten. Der Gatte hatte Krautsalat gemacht, ich Tomaten- und Kräuterbutter und der Keks und ich fuhren dann pünktlich zum Ort des Geschehens. Warm eingepackt, denn gefeiert wurde ausschließlich draußen. Die Überraschung war sehr gelungen und wir hatten einen tollen Nachmittag. Die Geburtstagstorte war DER KNALLER!

Im Laufe des Tages wurde der Sohn der Patentante zu uns gebracht, denn es war eine Übernachtung bei uns anberaumt. Zum ersten Mal hatten wir ein Übernachtungskind zu Besuch. Nun, einen Sack Flöhe hüten ist einfacher, aber es war auch echt süß mit den beiden, auch wenn es etwas dauerte, die Kinder zum Schlafen zu aninimieren.

Sonntag starteten wir mit einem gemütlichen Frühstück – nach der obligatorischen Backer- und Milchtankstellenrunde, dann setzten wir die Kinder in die Wanne und gingen dann später alle in den Garten. Danach musste ich dem Keks ein zweites Mal die Haare fönen, nunja.

Der Besuch wurde abgeholt und wir machten uns wenig später auf den Weg zum Zoo, wir waren mit dem Kitakumpel vom Keks und den Eltern verabredet. Abends war ich echt platt von all den Aktivitäten und überhaupt mit Blick auf die kommende Arbeitswoche bin ich früh zu Bett gegangen.

Ich möchte festhalten, dass dies für mich der schönste und harmonischste Urlaub mit dem Gatten war, seitdem der Keks da ist. Wir haben (endlich mal wieder) richtig viel miteinander gelacht und sind immer noch sehr gelöst. Wirklich, Paarzeit ist für Eltern so wichtig. Und wir hatten viele schöne Erlebnisse, Begegnungen und Eindrücke. Eine tolle Auszeit vom Alltag, obwohl wir nicht weggefahren sind. Es kann also auch zu Hause und in der Umgebung echt schön sein, man muss es nur sehen.

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